Millionen von Menschen leiden unter Ohrgeräuschen. Bereits jeder sechste hat Erfahrungen damit gemacht.
Als Tinnitus bezeichnet man sehr unterschiedliche Hörempfindungen, z.B. einen Piepsoder Klingelton oder Brummgeräusche, die nicht durch eine äußere Schallquelle erzeugt werden.
Betroffene hören manchmal oder auch dauernd in einem Ohr, in beiden Ohren oder auch im ganzen Kopf Geräusche und das in sehr unterschiedlichen Formen und Lautstärken. Oft ist der Tinnitus in der Anfangsphase stärker als nach einer gewissen Gewöhnungszeit.
Der Tinnitus wird von Fachleuten nicht als Krankheit, sondern als ein „Symptom“ bezeichnet, welches auf eine Krankheit oder eine gesundheitsschädliche Beeinträchtigung hinweist.
Die Ursachen hierfür sind zahlreich, z.B.: Innenohrschäden (z.B. nach einem Knalloder Lärmtrauma oder bei einem Hörsturz); Gehörgangsverschluss durch Ohrschmalz; Entzündung im Mittelohr oder den Nasennebenhöhlen; Herzrhythmusstörungen; Kreislaufprobleme; Gefäßverkalkungen; Morbus Ménière; Stoffwechselstörungen; Anomalien im Bereich der Halswirbelsäule und des Kiefergelenks; Einnahme bestimmter Medikamente; starke psychische Belastung und vieles mehr.
Durch eine ausführliche Anamnese und verschiedene Untersuchungsmethoden wird der Arzt versuchen die Ursache der Geräuschentstehung zu verifizieren und dann eine gezielte Behandlung einleiten. Da viele verschiedene Ursachen für die Entstehung verantwortlich sein können, kann es aber auch keine „Standardtherapie“ geben und je länger schon ein Ohrgeräusch besteht, um so schwieriger ist es dieses zu therapieren. Nicht zuletzt ist die Mitarbeit des Patienten von entscheidender Bedeutung.
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